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Drehachsenlage

Ermittlung der exakten Lage von Bearbeitungsachsen im Raum

Laserpräzision

Strahlaustrittswinkel

Bei Ausrichtarbeiten mit Lasern wird das Lasergehäuse in der Regel an die auszurichtenden Maschinenkante angelegt oder in ein Maschinenfutter eingespannt. Dabei verlässt sich der Anwender auf die hinreichend übereinstimmende Ausrichtung von Laserstrahl und Lasergehäuse.
Bei Messungen im Micrometerbereich werden diese Anforderungen unter vertretbaren Kosten kaum erfüllt: Beispielsweise erfordert eine Ausrichtgenauigkeit von 1 Micrometer in 1 Meter Entfernung eine Winkelabweichung von 0,000057295° = 1 Microrad, die es bei Austritt des Laserstrahles aus seinem Gehäuse einzuhalten gilt.

Punktstabilität

Infolge von Temperaturschwankungen erfolgt ein Auswandern des Laserstrahls. Dieser Effekt wird mit "Pointing-Stability" bezeichnet und als Winkelabweichung pro Grad °C angegeben.
Gelingt es dem Anwender die Umgebungstemperatur während der Ausrichtarbeiten auf 1°C konstant zu halten, führt obiges Beispiel zu folgender Anforderung: Pointing-Stability = 1 Microrad/°C

Durch Laser-Rotation zum "idealen" Laserstrahl

Wesentlich geringere Anforderungen werden an den Laser gestellt, wenn er um seine Einspannung rotiert und die dabei gemessenen Koordinaten in die Berechnung des Drehpunktes eingehen. Auf diese Weise wird die Messpräzision durch den Strahlaustrittswinkel nicht mehr beeinflußt. Die Anforderungen an die Punktstabilität fallen gleichzeitig auf geringe Messzeiten zurück, die in der Regel einer Umdrehung entsprechen.

3D-Lagebestimmung von Drehachsen "einmal anders" (Photogrammetrisches Messverfahren von Wente/Thiedig):

Scheibner Messtechnik